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21. MUTHEA-Jahrestagung in Görlitz von 10. – 12.05.2019

Die 4. Jahrestagung fand vom 12.06. – 14.06.2004 ebenfalls in Görlitz statt.

So sind wir der erste Verein, der zum zweiten Mal eine Jahrestagung ausrichtet.

Eröffnung der Jahrestagung 2019 durch die Vorsitzende des TMV Renate Winkler in der Krypta der Peterskirche

Unser Dank gilt auch Ruth-Andrea Lammert und KMD Reinhard Seeliger

Herr Dr. Michael Wieler begrüßt als Bürgermeister die MUTHEA-Gäste im Theater

Die Podiumsdiskussion im Theater wurde auf hohem Niveau geführt und gefiel den Gästen ebenso wie den zahlreich anwesenden Görlitzer Bürgerinnen und Bürgern.

Im Podium: Dr. Michael Wieler, Klaus Arauner, Katrin Lorbeer (Moderation), Prof. Dr. Matthias Theodor Vogt, Boris Michael Gruhl

Das gemütliche Beisammensein lebte von informativen Gesprächen, sehr gutem Essen und musikalischen Überraschungen.

Jenifer Lary und Albert Seidl begeisterten mit Wiener Liedern

Die wichtigste Veranstaltung war die Jahreshauptversammlung im Theater. Die Tagungsteilnehmer im Foyer-Cafe diskutieren die neuen Aufgaben

Der MUTHEA-Vorstand lobte die Tagung in Görlitz als Meilenstein in seiner Geschichte

Katrin Lorbeer dankte dem ausrichtenden Verein und überreichte an die Vorsitzende einen Blumenstrauß

Die beiden Vorsitzenden der Theatervereine des Gerhart-Hauptmann-Theaters Prof. Bärbel Fliegel und Renate Winkler

Der MUTHEA-Vorstand verabschiedet sich aus dem Theater Görlitz mit vielen lobenden Worten

Jürgen Bandte (Marburg), Katrin Lorbeer (Karlsruge), Christina Limbourg (Mannheim), Dr. Michael Jungrichter (Schwerin), Renate Winkler (Görlitz), Helmut Nehrbass (Wiesbaden).

Andere über uns
Ein Bericht über die MUTHEA-Jahrestagung

Christina Limbourg, Vorstandsmitglied von MUTHEA

Um 16.30 Uhr traf man sich im Theater – wie wir hörten: einem der jüngeren Gebäude in Görlitz von 1849/50. Mit der Begrüßung durch den Bürgermeister Dr. Wieler sowie Klaus Arauner, dem Generalintendanten des Gerhart-Hauptmann-Theaters Görlitz-Zittau wurde das Jahrestreffen 2019 in Görlitz offiziell eröffnet. Im Anschluss lud unsere Vorsitzende Katrin Lorbeer als Moderatorin zur öffentlichen Podiumsdiskussion zum Thema „Chancen und Sinngrenzen der Institution Stadttheater“ ein - mit auf dem Podium saßen illustre Gäste: Bürgermeister Dr. Michael Wieler, der Theaterkritiker und Publizist Boris Michael Gruhl aus Dresden, Prof. Matthias Theodor Vogt und natürlich Klaus Arauner. Es folgte eine lebhafte Diskussion mit großer Beteiligung aus dem Publikum ... das Thema interessiert einfach alle.

Der Abend war dem persönlichen Erfahrungsaustausch in sehr schöner Atmosphäre vorbehalten. Im Cafe Gloria wurden die Gäste kulinarisch verwöhnt. Ein besonderes Dessert jedoch waren „Wiener Lieder“, dargeboten von Sopranistin Jenifer Lary und Chordirektor Albert Seidl vom Theater.

Der Samstagvormittag war geprägt von der Jahreshauptversammlung und Kurzberichten aus den Mitgliedsgesellschaften. Unsere Vorsitzende Katrin Lorbeer (Karlsruhe) befand zusammenfassend: „Görlitz markiert in der Geschichte von MUTHEA einen Meilenstein: unsere Bundesvereinigung hat ihre internen Hausaufgaben gemacht und präsentiert sich im neuen Erscheinungsbild – doch nicht nur das ... MUTHEA ist Gründungsmitglied im neu gegründeten Dachverband der Kulturfördervereine in Deutschland „DAKU“

... ... die Evaluation, an der sich 75% unserer Mitgliedsgesellschaften beteiligt haben, hat ergeben, dass die Mitgliedsvereine der Kultur 1,7 Millionen Euro zur Verfügung stellen und das jedes Jahr aufs Neue.“

Die vier 20-minütigen Impulsvorträge, die zu aller Freude großen Zuspruch fanden, boten viel Stoff für Diskussionen.

Den Anfang machte Wolfgang Schaller, Intendant der Staatsoperette Dresden und ehemaliger Intendant in Görlitz. Sein Vortrag stand unter dem Motto „Für ein Ziel brennen und ungewöhnliche Wege gehen“. Der Erfolg der Dresdner Staatsoperette bestätigt ihn ... ,Die Vorsitzende der Zittauer Theaterfreunde Prof. Bärbel Fliegel berichtete von der Kooperation des Theaters Zittau mit Görlitz, aber vor allem auch von Projekten, Chancen und Schwierigkeiten im Dreiländereck Deutschland - Polen - Tschechien.

Von den Aufgaben und Zielen des neu gegründeten Dachverbands Kultur (DaKu) berichtete die Geschäftsführerin Ulrike Petzold. MUTHEA ist dort Ansprechpartner für die Sparte Theater. Astrid von Schoenebeck stellte eine zeitgemäße Form des Geldsammelns vor, die auch für Theater-Fördervereine interessant sein könnte: Crowdfunding heißt das Zauberwort. Lebhafte Diskussionen folgten beim gemeinsamen Mittagessen.

Und was am Samstagnachmittag folgte, war einfach emotional einzigartig ... eine gemeinsame Busfahrt über die Brücke nach Polen zur Gedenkstätte MEETINGPOINT MUSIC MESSIAEN e.V. in Zgorzelec ... da standen wir in einer anderen Welt im ehemaligen Straf- und Arbeitslager STALAG VIII ... dort wo auch der Franzose Olivier Messiaen eingesperrt war. Wir hörten einen Vortrag von Frank Seibel „Das Projekt Gedenkstätte und deren völkerverbindende Bedeutung“. Der Künstler Matthias Baier stellte persönlich seine Skulpturen zum Quartett von Olivier Messiaen „Auf das Ende der Zeiten“ vor. Vorher hörten wir wunderschöne, emotional tief bewegende Klarinettenmusik, an diesem Ort während der Gefangenschaft im Arbeitslager komponiert. Wir alle dankten Renate Winkler und ihren Kollegen, dass sie uns dieses Erlebnis ermöglicht haben.

Der Tag endete ... na klar ... im Theater mit der Premiere „Fidelio“ und das passte so richtig zu unserer emotionalen Gesamtstimmung.. Bei der anschließenden richtig schönen Premierenfeier mit sehr schick und elegant gekleidetem Publikum gab es ... wie eigentlich schon die ganze Zeit während unserer Görlitzer Tage ... viele gute Gespräche mit vielen Theaterfreunden aus nah und fern.

Zum Ausklang erlebten wir am Sonntagvormittag das zehnmal im Jahr stattfindende „Junge Konzert“, ein Familienkonzert mit einem speziell für Görlitz entwickelten Konzept - in seiner Art unbeschreiblich - seit Jahren erfolgreich und immer voll. Den Görlitzern lag es sehr am Herzen, dass wir, die bundesweiten Theaterfreunde dieses Erfolgsmodell einfach mal selbst kennenlernen ... ein grandioses Ende einer super Jahrestagung 2019 ... Danke Görlitz ... Danke an Renate Winkler und ihr Team.

Podiumsdiskussion während der MUTHEA-Jahrestagung

Im Rahmen der Podiumsdiskussion sprach Katrin Lorbeer (MUTHEA e.V.) als Moderatorin mit Klaus Arauner (Generalintendant des Gerhart-Hauptmann-Theaters Görlitz-Zittau), Boris Michael Gruhl (Publizist und Kritiker), Prof. Dr. Matthias Theodor Vogt (Geschäftsführender Direktor des Instituts für Kulturelle Infrastruktur Sachsen und Professor für Kulturpolitik an der Hochschule Zittau/Görlitz)  und Dr. Michael Wieler (Bürgermeister für für Kultur, Bauen und Stadtentwicklung, Ordnung und Sicherheit der Stadt Görlitz) über Chancen und Sinngrenzen der Institution Stadttheater.

Große Einigkeit bestand hinsichtlich des breiten Funktionszusammenhangs, in dem Stadttheater heute stehen. Anders als bei den großen Staatstheatern spielt hierbei die unmittelbare Vernetzung der Institutionen und ihrer Ensembles mit den Menschen vor Ort eine zentrale Rolle. Stadttheater werden von den Bürgern als „ihre“ Institutionen begriffen, die vor und hinter der Bühne tätigen Menschen sind ebenso exponiert sichtbare Künstler wie auch Mitbürger und Teilnehmer am Alltagsleben. Stadttheater sind, oft bereits seit ihrer Gründung im Kontext des erstarkenden Bürgertums in Folge der Aufklärung, im besten Sinne Orte der gesellschaftlichen Kommunikation, die Theatergebäude bilden zentrale städtebauliche Positionen. 

In der künstlerischen Produktion der Institutionen sollte sich dieses Funktionsnetzwerk widerspiegeln. Ausgehend vom kulturpolitisch schon im Grundgesetz verbrieften Anspruch einer kulturellen Breitenversorgung im gesamten Bundesgebiet sind die Stadttheater aufgerufen, ein für den jeweiligen kommunalen Kontext spezifisches Programm zu entwickeln. Im Theater soll sich Regionalität spiegeln, ohne dabei den universellen Anspruch künstlerischer Werke aus dem Auge zu verlieren. Gelingt dies, dann entstehen musikalische und theatrale Angebote, die ganz dezidiert zu einer Region und ihren Menschen sprechen, worin ihre hohe Wirksamkeit begründet ist.

Was können die Mitgliedsgesellschaften von MUTHEA in diesem Zusammenhang leisten? Sie sind in erster Linie oftmals die zentralen Netzwerkstellen, an denen sich Kontakte zwischen den Theaterinstitutionen und ihren Ensemblemitgliedern mit der lokalen Öffentlichkeit herausbilden und gepflegt werden können. Musik- und Theaterfördergesellschaften leisten damit wichtige Beiträge zur dauerhaften Sicherung und Förderung der Institutionen. Darüber hinaus sind aber auch programmatische Impulse zu erwarten. Denn wer kann einem Theaterbetrieb bürgerschaftliche Ideen, aktuelle Themen des gesellschaftlichen Diskurses vor Ort und kulturgeschichtliche Besonderheiten einer Region besser „einflüstern“, als jene Menschen, die sich durch ihre Mitgliedschaft in den MUTHEA-Gesellschaften in den Dienst ihrer lokalen Kulturlandschaft stellen?

10.05.2019

Bericht von Philipp Bormann

Jahrestagung von MUTHEA vom 10. – 12. Mai 2019 in Görlitz

Der TMV wird wieder Gastgeber für die Jahrestagung von MUTHEA sein. Die Vorsitzenden der Theatervereine aus allen Bundesländern sind unsere Gäste.

Wir haben ein Programm vorbereitet, um den Gästen die Stadt und das Theater  vorzustellen. Suchen Sie sich interessante Veranstaltungen heraus, nehmen Sie daran teil und kommen Sie mit unseren Gästen ins Gespräch.

Wegen der Platzkapazität bitten wir um vorherige Anmeldungen unter info(at)tmv-goerlitz.de

WIE DAS LIED VON WIEN NACH GÖRLITZ KAM

Liederabend mit Jenifer Lary, Sopran und Stephan Matthias Lademann, Klavier

Gern unterstützen wir die junge Sopranistin Jenifer Lary, die seit 2017/2018 Ensemblemitglied des Gerhart-Hauptmann-Theaters ist, bei der Vorbereitung ihres Solo-Programms. Dafür werden wir für unser Haus den Welttheatertag 2019 auf den 3.03. 2019 verlegen. Die Botschaft zum Welttheatertag 2019 wird Generalintendant Klaus Arauner für die Theaterfreunde interpretieren.

Die junge Wienerin Jenifer Lary begann ihre musikalische Karriere im Alter von neun Jahren bei den Schubert Sängerknaben in Wien. Als Dreizehnjährige wurde sie im Vorstudium an der Anton Bruckner Privatuniversität angenommen. Nach dem Bachelorabschluss wechselte sie für ihr Masterstudium an die Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Dort erhielt sie im März 2017 ihren Abschluss mit Auszeichnung. 
Seit 2011 ist Jenifer Lary regelmäßig im Musiktheater Linz als Gast engagiert. Im Wiener Schlosstheater Schönbrunn debütierte Jenifer Lary als Zerlina in Mozarts "Don Giovanni" und als Gretel in Humperdincks "Hänsel und Gretel". Konzerte brachten Jenifer Lary nach Deutschland, Schweden, Rumänien, ins Linzer Bruckner Haus, sowie in den Wiener Musikverein.
Jenifer Lary ist außerdem Preisträgerin des Nico Dostal Gesangswettbewerbs 2016.

Stephan Matthias Lademann, Pianist, aus Meißen, studierte an der Hochschule für Musik in Dresden und entdeckte noch während des Studiums seine Leidenschaft für Kammermusik und Liedbegleitung. Darauf konzentrierte er sich später in seiner neuen Heimat Wien. Er war künstlerischer Partner bekannter Sänger, wie Siegfried Jerusalem, Diana Damrau, Edita Gruberova u.v.a.

Zu seiner Diskographie gehören u.a. ein Live-Mitschnitt des Liederabends mit Diana Damrau bei den Salzburger Festspielen 2005; die Ersteinspielung von Gustav Mahlers Zyklus "Des Knaben Wunderhorn" in der originalen Klavierfassung sowie die Ersteinspielung Mahlers "Das Lied von der Erde" in der Fassung für Tenor, Bariton und Klavier; eine CD italienischer Lieder von Schubert und Donizetti mit der Sopranistin Chen Reiss sowie der Liederzyklus "Myrten" von Robert Schumann unter dem Titel „Songs and Leiters" mit den Oscarpreisträgern Martina Gedeck und Sebastian Koch. Eine weitere Aufnahme mit Ulrich Reinthaller beinhaltet Rainer Maria Rilkes Duineser Elegien Vl-X und Solo-Klavierwerke.

Neben seiner Tätigkeit als Liedbegleiter widmet er sich seit 2009 gemeinsam mit Schauspielern wie Peter Matic, Sophie von Kessel, Ulrich Reinthaller, Jürgen Tarrach, Angela Winkler vermehrt musikalisch-literarischen Projekten. Lademann lehrt an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien. An der Staatsoper Stuttgart begleitet er am Klavier das 1. Liedkonzert.

www.matthiaslademann.com

Veranstaltungen

Dichterliebe

Liederabend mit Thembi Nkosi, Tenor und Ammiel Bushakevitz, Klavier

Samstag, 7.9.2019 um 19:30 Uhr im Kleinen Saal der Stadthalle

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Einführungsmatinee zur Oper Dinorah von Giacomo Meyerbeer

Sonntag, 3.11.2019 um 11:15 Uhr im Foyer-Café des Theaters Görlitz

Wir laden Sie herzlich dazu ein, dieser neuen Veranstaltungsreihe zum Erfolg zu verhelfen und freuen uns darüber, Sie zu drei weiteren Sonntags-Matineen begrüßen zu können.

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Klassik zum Jahresausklang

Dienstag, 31.12.2019 um 15:00 Uhr in der Krypta der Peterskirche

Geburtstage
Clara Schumann – Ludwig van Beethoven
Ragna Schirmer, Klavier
Florian Meyer, Violine

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Kontakt

Görlitzer Theater- und Musikverein e.V.
Vorsitzende: Frau Renate Winkler

Tel: 03581/402507
E-Mail: info(at)tmv-goerlitz.de

Blumenstr. 41
02826 Görlitz